Daniel Patterson Coi, San Francisco / USA

"Stillstand? Den wird es nie geben, nicht bei uns. Wir haben aber sehr wahrscheinlich das Ende einer Ära erreicht; einer Ära, in der neue Technologien und neue Chemikalien Möglichkeiten geschaffen haben, die vorher in der Küche nicht denkbar waren. Heute sind wir in der Lage, alles Mögliche mit dem Essen anzustellen. Aber ist diese neue Anything-goes-Mentalität gut? Ich denke: nein. In den nächsten Jahren wird es eher darum gehen, Gerichte zu erfinden, die es so nur an einem bestimmten Ort und von einem bestimmten Koch zubereitet geben kann. Wildwachsende Zutaten, Wurzeln, Rinden, Blätter, Beeren und Blüten von Wildpflanzen werden dabei eine große Rolle spielen, weil sie eine große emotionale Kraft haben. Auch alte Techniken werden wiederentdeckt werden, wie Räuchern oder Pökeln. Die Küche wird stärker die Kultur und Persönlichkeit des Kochs widerspiegeln. Und das Ergebnis wird immer neu sein."...

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© sueddeutsche.de - erschienen am 13.03.2010 um 05:30 Uhr